Neuerung im Pflanzenschutz
Mindestabstände zum Schutz von Anwohnern und Umstehenden vergrößert

Der Landwirt bringt Pflanzenschutzmittel aus

Bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln ist besonders auf den Schutz von unbeteiligten Personen in der Umgebung der Behandlungsfläche zu achten. Dazu gehören Personen, die in der direkten Nachbarschaft wohnen (Anwohner) und Personen, die sich zeitweise in der Umgebung der behandelten Fläche aufhalten (Umstehende).

Das Pflanzenschutzgesetz verbietet die Anwendung, wenn der Anwender mit schädlichen Auswirkungen auf die Gesundheit rechnen muss, bzw. ein mögliches Risiko nicht hinreichend beurteilt werden kann. Es enthält aber keine konkreten Vorgaben zu Mindestabständen in Metern.

Basierend auf Bewertungsmodellen, die die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) veröffentlichte, hat das BVL dargelegt, welcher Mindestabstand einzuhalten ist zu

  • Flächen, die für die Allgemeinheit bestimmt sind (§ 17 des Pflanzenschutzgesetzes),
  • Grundstücken mit Wohnbebauung,
  • privat genutzten Gärten,
  • unbeteiligten Dritten, die z. B. benachbarte Wege nutzen.
Demnach darf bei der Spritz- und Sprühanwendung in Flächenkulturen ein Abstand von zwei Metern und in Raumkulturen ein Abstand von fünf Metern nicht unterschritten werden.

Weitere Informationen zur Anwendung von Pflanzenschutzmitteln - Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) Externer Link

Aus gegebenem Anlass bitten wir Sie, bei Pflanzenschutzmaßnahmen sensibel für das Freizeitverhalten der Anwohner zu sein.